Romanisches Café soll im Berliner Zoofenster aufleben

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Romanisches Café soll im Berliner Zoofenster aufleben

November 29th, 2010· 1 Kommentar

In den 1920-er Jahren war das Romanische Cafè eine Institution in den Berliner Künstlerkreisen. Hier trafen sich Etablierte der Berliner Kunstszene aber auch solche, die es erst werden wollten. Erich Kästner bezeichnete es als „Wartesaal der Talente“. Zu regelmäßigen Besuchern dieses berühmten Cafés gehörten solche Künstler wie Bertolt Brecht, Alfred Döblin, Mascha Kaléko, Erich Kästner, Egon Erwin Kisch, Max Liebermann, Stefan Zweig, um nur einige zu nennen.

Das Café befand sich am Auguste-Viktoria-Platz (heute Breitscheidplatz) gegenüber der Gedächtniskirche. Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in Deutschland bedeutete für diesen Künstlertreff das Ende. In einer Bombennacht des Jahres 1943 wurde das Haus komplett zerstört. Seit 1963 steht an dieser Stelle das Europa-Center.

Nun will man am Berliner Zoofenster, also in dem Gebäudekomplex unter dem Waldorf Astoria Hotel, die Tradition des Romanischen Cafés aufleben lassen. Es soll keine Kopie dort entstehen, sondern ein Café werden, das Künstlern einen Treffpunkt bietet./BS

Tags: Allgemein · Berlin zentral

Von: BS

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 sidekick // Dez 1, 2010 at 12:42

    Nun hat das neue Waldorf Astoria auch auf den zweiten Blick nicht zu viel Ähnlichkeit mit dem alten „Romanischen Haus“ am Kurfürstendamm 238, was heute Budapester Straße 43 ist. Von daher ist es ja auch schon schwer eine Kopie zu erstellen. Nur frage ich mich nur ob es wieder eine Unterscheidung zwischen dem „Nichtschwimmerraum“ und dem hinteren Raum geben wird? 😉 Wie dem auch sei – etwas Kaffeehauskultur am Breitscheidplatz ist sehr zu begrüßen!