Blog Hotel Sylter Hof *Berlin*

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Kokowäah (2)

April 11th, 2011· 2 Kommentare

Am 03.02.2011 hatte ich hier im Blog ja schon über den Filmstart des neuen Til Schweiger Films geschrieben und heute möchte ich von dem Film berichten, denn ich war ihn mir anschauen.

Es ist ein wunderschöner, warmherziger Film, mit einer wirklich tollen schauspielerischen Glanzleistung der 8-jährigen Emma Schweiger und einem hervorragenden Til Schweiger.

Während des Films stellte ich mir eigentlich immer die Frage: Was ist eigentlich schlimmer?

1.) 8  Jahre lang zu denken, man ist der Vater eines Kindes, investiert seine Liebe, seine Freizeit und (auch) sein Geld und erfährt dann durch Zufall, das man sein Kind als Kuckuckskind untergeschoben bekommen hat. Sehr schön spielt diese sentimentale Rolle Samuel Finzi und es gab wirklich viele Momente im Film, wo ich ihn gerne in den Arm genommen hätte, um ihn zu trösten.
oder
2.)
Sein Leben lang sein Leben zu leben, ohne Verpflichtungen und Kompromisse, ständig neue Partnerinnen zu haben und ein mehr oder weniger erfolgreicher Drehbuchautor zu sein. Und dann erfährt dieser Mann auf einmal ganz überraschend, dass er seit 8 Jahren Vater ist und sich ab sofort um seine Tochter zu kümmern hat. Diese Paraderolle spielt Til Schweiger.

Er kann seine Tochter von Anfang an nicht leiden, weil sie von nun an sein Leben bestimmt, er muss zuverlässig werden, muss kochen, einkaufen und muss sich an Verabredungen halten und nebenbei soll er mit seiner erfolgreichen Ex ein Drehbuch schreiben.

Das Kind schafft es nach und nach, sich mit seiner natürlichen süßen Art in sein Herz zu schleichen und alles wird schön. 😉

Da kommt der Moment, wo sich der Kuckuckskind-Vater und die Mutter wieder vertragen und dem Erzeuger-Vater verstehen geben, dass sie ihn eigentlich nicht mehr brauchen und sie wieder ihr altes Leben, mit Mutter, Vater, Kind leben möchten… und der Erzeuger eigentlich gar nicht mehr erwünscht wird – das wollen aber weder das Kind noch der Erzeuger.

Hier zeigt uns dann der Film, wie man auch als Patchwork Familie einen guten Umgang miteinander pflegen kann, wo niemand verletzt wird und keiner zu kurz kommt. So eine tolle Regelung gibt es nur im Film denken jetzt viele, nein – auch im richtigen Leben schaffen es viele Familien für sich und ihre Kinder und an dieser Stelle möchte ich meine ehemalige Kollegin Kirstin ganz lieb grüßen, auch sie und ihre Familie schaffen es einfach tadellos!

Tolle Filmmusik (wie immer bei Til Schweiger Filmen) rundet den schönen Film ab, natürlich wieder mit dabei sind „One Republik“ und die Newcomer 2010 „Hurts“ mit ihrem Song „Stay“.

Man geht mit einem Lächeln auf den Lippen aus diesen Film, man erkennt sich in vielen Phasen wieder –  ein Leben mit Kindern ist anders als das Leben als Single – anstrengend, fremdbestimmt- aber wahnsinnig schön und das Leben bekommt einen tieferen Sinn.

Und nein – es ist kein typischer Frauenfilm, mein Mann war mit mir im Kino und war auch ganz begeistert.

KS

Tags: Allgemein

Von: Trulla12

2 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 PS // Apr 11, 2011 at 10:57

    Trotz der Vorbehalte gegen den Hauptdarsteller bin ich mit Familie im Film gewesen – und ja doch, eine nette schöne Geschichte!
    Man sollte aber keine Illusionen aufkommen lassen das es in den unteren Einkommensklassen die Großflächigen Lofts gab, gibt oder je geben wird. (Nicht im Umkreis von 120 km vom Zentrum) 😉
    Und Asche auf mein Haupt – der Gag des Filmnamens musste mir erklärt werden o_O

  • 2 Hotelbloggerin // Apr 13, 2011 at 12:51

    Im Gag-Erkennen unterscheiden sich die Hotelleute wesentlich von den Designern 😉 Und das ist auch gut so!