Blog Hotel Sylter Hof *Berlin*

für Gäste und Freunde des Hotel Sylter Hof *Berlin*

Unser Nighty erzählt … über den Sylter Hof im Jahre 2025

Juni 27th, 2014· Keine Kommentare

NightyB

 

 

 

 

 

 

 

„Herzlich willkommen“ schallt es dem Gast beim Verlassen des City-Gleiters entgegen. Dieser schwebte abgasfrei und magnetisch millimetergenau vor das Hotelportal. Das Gepäck war sofort nach dem Öffnen der Heckpartie des CG entnommen und unterirdisch auf einem Transportband und über unsichtbare Schächte direkt in das Hotelzimmer befördert worden.

Der Gast blickt kurz in eine Kamera und erhält sofort seinen Aufenthaltschip. Darauf ist seine komplette Reservierung gespeichert, alle Zugangscodes und Service-Ansprüche sind enthalten.

Nun geht er zum Lift, wird kurz zuvor von einem Pagenroboter nach Zusatzwünschen gefragt und kann dann sein Zimmer beziehen. Dieses befindet sich in der 146. Etage – ein herrlicher Ausblick wäre möglich gewesen – wenn da nicht die zwei noch höheren Bürotürme der Berliner Europabank und der Antigua-Credit gewesen wären.

Nun ordert der Gast durch intensives Denken an frische Vitamindrinks einen großen desselben, dazu noch eine ordentliche Portion Eiweiß in Form einer Hähnchenhälfte und Röstkartoffelgeschmack als knusprige Scheiben.

Gesättigt loggt er sich in die 3D-Videokonferenz seiner Firma ein und tritt als personifiziertes Hologramm ans Rednerpult. Nach 25 Minuten ist alles gesagt und gefragt; entspannt betritt er den Spa-Bereich des Zimmers. Dort erhält er als erstes eine Lichtwellenmassage, dann folgt eine Molekularschüttelung seines Oberkörpers. Es klopft an die Zimmertür, auf dem Display seines Handgelenksmarts (HS) kann er eine attraktive Frau erkennen. Teufel auch, wieso hat er auch nur länger als zwei Sekunden an so etwas gedacht! Durch Drücken der Strg-Taste annulliert er seinen geheimen Wunsch und schindet sich in dem Wirbelmagnetkanal . Er spult brav seine 10 Gammatrons ab und geht dann in die Ionendusche.

Erfrischt lässt er sich auf die Ozon/Helium-Bettform nieder und genießt klassische Sphärenmusik.

Die Stadt kennt er aus dem ITI (Informations- und Touristik-Implantat, welches man obligatorisch zum fünften Geburtstag bekommt.). Er beschließt, den Abend in der Hotelbar zu genießen und befragt sein HS zur Lage, Angebot und Öffnungszeiten derselben. Die Skyper-Bar liegt ganz oben im 153. Stock. Hier kann man auf Wunsch seine Sitzgruppe selbst designen, ebenso den Ausblick. Er wählt Korbmöbel im Kolonialstil und als Umfeld ein afrikanisches Runddorf. Solche Extras werden auch extra berechnet, aber diese paar hundert I-Debits hat er noch von seiner letzten Dienstreise übrig behalten. Er stellt sich mental einen Cocktail zusammen, welcher nach 30 Sekunden auf der Armlehne seines Korbsessels platziert wird. Genüsslich schlürft er ihn, liest dabei das Infohologramm und ist zufrieden./HT

Tags: Nachtgeschichten · Vom Sylter Hofe

Von: BS