Blog Hotel Sylter Hof *Berlin*

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Unser Nachtportier erzählt … von Lieferanten …

August 6th, 2014· Keine Kommentare

Kurfürstenstraße3

Von Lieferanten, Zulieferern und Service-Betrieben

So ein Hotel benötigt zum täglichen Funktionieren viele tausend kleine Dinge – Lebensmittel, Verbrauchsmaterialien, Hilfsstoffe, Wäsche; manchmal Ersatzteile für Geräte und Anlagen und auch druckfrisch die Tageszeitungen.

Diese werden ganz in der Frühe, von 03:00 Uhr bis 06:50 Uhr, angeliefert und vom Nachtportier an der Rezeption entgegengenommen. Das ist ein lieb gewordenes Ritual für mich: Als Erster kommt ein türkischer Zeitungsbote, der jedes Mal mit einem fröhlichen „Guten Morgen, Herr Kollege“ hereinkommt und den geschulterten Zeitungsstapel mit der „Berliner Zeitung“ und dem „Berliner Kurier“sachte auf den Tresen legt. Kurze Smalltalks mit ihm, schon eilt er weiter. Dann folgt „Johnny“- ein Afrikaner, der in der Dunkelheit kaum sichtbar über den Mittelstreifen springt und bringt uns die „FAZ“. Kurze Zeit später fährt ein älteres Ehepaar vor, trotz der frühen Stunde auch gutgelaunt und liefert das „Handelsblatt“ und die „Berliner Morgenpost“. Mit dem Ehemann tausche ich mich kurz über die aktuellen Fußball-Ergebnisse aus, wenn seine Frau die Zeitungen hereinbringt, über ein bisschen Promi-Klatsch. Viel Zeit haben wir ja nie, sie müssen weiter und ich muss die Zeitungen für das Restaurant bzw. den Zeitungsständer vorbereiten und einsortieren.

Zum Schluss werden noch der „Tagesspiegel“ und die „Financial Times“ geliefert. Das schafft mal der eine Lieferant eher oder der andere. Der Bote mit der „Financial Times“ scheint ein ehemaliger Rennfahrer zu sein; sein Fahrstil deutet jedenfalls darauf hin. Der Kleintransporter steht kaum, schon ist der Mann an der Seitentür, schnappt sich die Zeitungen und durchmisst mit großen Schritten die Lobby. „Wie jeht’s?“ oder „Auch mal wieder im Dienst?“ ist seine Grußformel. Auch das Duo, welches den „Tagesspiegel“ liefert, grüßt immer freundlich. Nun heißt es flink sein, die restlichen Zeitungen auspacken und einsortieren. Die ersten Gäste checken aus, benötigen ein Taxi oder eine Fahrempfehlung zu den Flughäfen oder dem Hauptbahnhof.

Dann kommen schon die ersten Zulieferer: Obst und Gemüse, Backwaren und andere Produkte gelangen zur Küche. Auch die Entsorgungsbetriebe sind frühe Dienstleister; sie holen die Küchenabfälle oder den Restmüll.

Von dem ganzen „Gewusel“ dürfen die Gäste nichts mitbekommen, ihr Schlaf soll in keinster Weise gestört werden. Daher an dieser Stelle meine Anmerkungen und ein „Dankeschön“ an die fleißigen Lieferanten./HT

 

Tags: Nachtgeschichten · Vom Sylter Hofe

Von: BS