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Unser Nighty erzählt …

Dezember 18th, 2015· Keine Kommentare

NightyB

 

 

 

 

 

 

Der verlorene Wunschzettel

Seine Mama hatte ihn schon mehrfach daran erinnert, in der Kita war es auch seit dem Blätterfall fast jeden Tag das Hauptthema – aber Steve fielen einfach keine richtigen Wünsche ein. Entweder waren sie zu teuer oder zu klein für echte Weihnachtsgeschenke! Er saß fast täglich vor dem leeren Blatt.

Doch nun, nach dem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt, hatte der Junge viele Ideen und die Buntstifte flitzten nur so über das Papier. Denn der Weihnachtsmann brachte auch gemalte Geschenkwünsche, weil die Kleinen ja noch nicht schreiben konnten.

Am nächsten Morgen zeigte Steve den Wunschzettel seiner Mama – sie fand ihn toll: „Den schicken wir morgen als Brief zum Weihnachtsmann – ich kenne seine Adresse.“ Jedem und überall erzählte der Junge von dem Plan, seine Geschenkwünsche per Post an den Weihnachtsmann zu senden.

Als er nach dem langen Kita-Tag nach Hause kam und seinen schönen Wunschzettel in einen Briefumschlag stecken wollte, war das Blatt nicht zu finden. Er suchte in allen Schubladen, befragte den Teddy und den großen Stofflöwen, verdächtigte gar den besuchsweise erschienenen Papa und war sehr traurig.

Aber morgen war ja Verkehrsschulung, da kam ein richtiger Polizist in die Kita! Steve ließ den Mann in Blau gar nicht groß zu Wort kommen, sondern erzählte ihm von seinem Pech. Der Polizist fragte ihn ernsthaft nach allen Einzelheiten – welche Wünsche der Junge denn aufgemalt hätte, wo der Wunschzettel zuletzt gelegen habe und so weiter.

Beim Einkaufen berichtete Steve seiner Lieblingskassiererin auch von dem verlorenen Wunschzettel und der Straßenbahnfahrer sowie die nette Verkäuferin im Zeitungsladen hörten ihm zu und trösteten ihn.

Der Nikolaus hatte die gut geputzten Stiefel mit Süßigkeiten und einem kleinen Auto gefüllt, am Adventskalender öffnete Steve abwechselnd mit seiner Mama ein Türchen nach dem anderen und eines Tages war dann Weihnachten.

 

 

 

 

Steve war ganz aufgeregt und hatte seinen Kakao deshalb bei Oma und Opa beinahe umgeschubst. Sie spielten dann „Mensch ärger Dich nicht“, übten noch schnell ein paar Weihnachtslieder und plötzlich polterte es an der Tür. „Hohoho“ war draußen zu hören und als er und alle anderen zur Tür gingen, stand da wirklich der Weihnachtsmann! Nun folgte eine lange Bescherung, beinahe alle gewünschten Sachen zog der Rauschebart aus dem Geschenke-Sack und Steve gingen langsam die Weihnachtsgedichte und –Lieder aus. Er freute sich riesig, so viele Geschenke und süße Sachen hatte er noch nie bekommen. Der Junge wunderte sich in der nächsten Zeit ein wenig über die vielen Fragen von dem Polizisten, dem Straßenbahnfahrer, der Verkäuferin, die sie wegen der Bescherung und den Geschenken hatten, aber …   /HT

Tags: Nachtgeschichten · Vom Sylter Hofe

Von: BS