Sommerzeit ist BBQ-Zeit

Blog Hotel Sylter Hof *Berlin*

für Gäste und Freunde des Hotel Sylter Hof *Berlin*

Sommerzeit ist BBQ-Zeit

Mai 5th, 2016· Keine Kommentare

Obwohl es draußen irgendwie nicht nach Sommer aussieht und man sich eigentlich nur sicher sein kann, dass das Wetter anders ist als vorhergesagt, pflege ich in meiner Freizeit eine für brandenburgische Verhältnisse spezielle Grillkultur.

Jeder kennt bestimmt die momentan überall erhältlichen „marinierten Nackensteaks“ mit den wildesten penetranten Marinaden, die den Eigengeschmack des Fleisches aus absoluter Massentierhaltung nur extrem überdecken. Oder „Putensteaks Curry“, welche im besten Fall größer als Geschnetzeltes sind. Völlig überwürzte Grillfackeln und Bratwurstschnecken (meine Tochter liebt sie!) sind mir auch ein Graus.

Mancher mag sich fragen: „Was soll ich denn sonst grillen?“ oder „Soll doch aber schnell gehen!“

Nimmt man sich jedoch ein bisschen Zeit und ist man bereit, auch gern mal einen Euro mehr auszugeben, verwandelt sich der heimische Kugelgrill oder Grillkamin in ein Culinarium ungewohnten Ausmaßes.

Gern portioniere ich ein schönes Entrecôte vom Rind in 180g schwere Steaks, zerlege eine Maispoularde in Brust, Keule und Flügel oder bereite frischen Fisch vor.

Das Entrecôte braucht keine Marinade. Einfach das rohe Fleisch auf guter Buchenholzkohle heiß angrillen und in Alufolie schonend weiter ziehen lassen. Vor dem Servieren mit gutem Fleur de sel und Pfeffer aus der Mühle würzen – Fertig!

Das zerlegte Hühnchen in einer selbstgemachten Marinade aus Joghurt, Honig, Chili, Koriander und etwas Salz 24 h einlegen. Vor dem Grillen die Marinade gut abtupfen, weil sie sonst verbrennt. Ebenfalls heiß angrillen und am Rand des Rostes ziehen lassen. Ab und zu mal wenden!

Beim Fisch verlasse ich mich auf meinen Bruder. Frischen Zander, Barsche und Forellen besorgt bzw. angelt er gern mal. Lachs, Pangasius oder Dorsch besorg ich mir im Einzelhandel. Frische Kräuter kommen aus dem eigenen Garten, den meine Frau liebevoll pflegt (Danke dafür!). Schlechte Erfahrungen hab ich mit direktem Grillen von Fisch auf dem Rost gemacht. Mal bleibt er hängen, mal verbrennt er….

Den ausgenommenen Fisch oder die Filets mit vielen Kräutern, gutem Olivenöl und Gewürzen in 2-3 lagige Alufolie einpacken und rauf auf den Rost. Diese Variante verträgt auch mal ein bisschen mehr Hitze, ohne gleich an Qualität zu verlieren.

Ich selbst esse zu Gegrilltem lediglich originale BBQ Sauce von z.B. Hunt´s oder HP. Die neusten Kreationen von Jack Daniel´s oder Jim Beam mit Whisky sind gar nicht mein Fall. Für meine Familie gibt’s heimischen Tomatenketchup aus Werder (…und wehe ich bringe anderen mit…meine Frau kommt aus Werder!) oder die bekannten Saucen aus dem Supermarktregal.

Ein knackiger Salat mit Orangendressing, Tomaten mit Mozzarella und frisches Baguette mit gesalzener Butter runden mein Grillerlebnis zuhause ab.

Lia bekommt trotzdem ihre Bratwurstschnecke und wenn sie will auch einen Löffel Kartoffelsalat.

Ich glaub, ich mach heut Abend den Grill an!

MB

Tags: Kurfürstliches Culinarium

Von: BS