Azubi-Schulung: Wie arbeitet eine Großwäscherei?

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Azubi-Schulung: Wie arbeitet eine Großwäscherei?

Mai 16th, 2016· Keine Kommentare

Pünktlich um 9 Uhr startete der Bus vor unserem Hotel in der Kurfürstenstraße, um dann mit uns quer durch Berlin zur Autobahn zu fahren. So hatten wir noch eine Stadtrundfahrt gratis.
Als wir dann auf der Autobahn waren, gab uns der Busfahrer einige Informationen zu seinem Mercedes. Unter anderem teilte er uns mit, dass jeder Sitz mit einem Gurt ausgestattet ist. Daraufhin legten alle brav ihren Gurt an. Denn auf meine Nachfrage an die Azubis, ob alle ihren Gurt benutzen würden, kam wie im Chor ein Jaaaa aus dem hinteren Teil des Busses.

So fuhren wir gut 1 1/2 Stunden auf der Autobahn. Die einen schliefen, die anderen hörten Musik oder unterhielten sich. Um 11 Uhr fuhren wir über die polnische Grenze. Das wichtigste war daraufhin, das Handy aus der Tasche zu holen, denn alle hatten eine Nachricht, dass sich nun der Netzbetreiber und die Kosten ändern würden. Einige 100 Meter weiter hatten die meisten überhaupt keinen Empfang mehr  – große Katastrophe 😉

Kurz vor dem Ziel verfuhr sich der Busfahrer. Ein Schild, das uns den Weg nach rechts wies, ignorierte er und fuhr nach links. Einige im Bus machten ihn auf seinen Fehler aufmerksam, er wendete an passender Stelle und fuhr zurück. Auf einem Parkplatz, auf dem ein Auto der Wäscherei Fliegel stand, hielten wir an, um dann feststellen zu müssen, dass sich dort eine Tischlerei befand. Wir hatten aber Glück, es gab dort jemanden, der Deutsch sprach und uns den Rest des Weges erklärte. Wir landeten fast pünktlich um 11:39 Uhr vor der Wäscherei Fliegel.

Dort wurden wir sehr herzlich von Frau Werler, Herrn Wiesemann und dem polnischen Direktor empfangen. Unsere Gruppe teilte sich kurz in zwei Lager: die Raucher und die Toilettengänger, nach einer Zigarettenlänge schlossen sich die Raucher dem Lager der Toilettengänger an. So waren wir wieder alle vereint.

Und schon begann der Rundgang durch die Wäscherei. Es wurde uns gezeigt, an welcher Stelle die Autos mit der schmutzigen Wäsche ankommen und dann ihre Ladung ihrem Bestimmungsort übergeben. Die Wäsche wird per Hand sortiert, unterschieden wird zwischen Kopfkissen, Bezügen, Laken und Frotteewäsche (je ein Fach). Von dort gelangt die Wäsche in blauen Wäschesäcken (blau steht für schmutzig) unter die Decke mit Hilfe eines Schienensystems zu den Waschmaschinen. Der Waschvorgang dauert 30 Minuten. Nach dem Waschen wird das Wasser aus der Wäsche gepresst und es entsteht der sogenannte Wäschekuchen (sieht aus wie eine riesige weiße Torte). Von dort gelangt die Wäsche über Aufzüge und Fließbänder in den Trockner. Die noch feuchte Wäsche muss nun zu den unterschiedlichen Mangeln transportiert werden. Nach dem Mangeln wird die Wäsche je nach Kundenwunsch zusammengelegt, entweder von Hand oder maschinell.

Nach unserem Rundgang empfing uns eine reich gedeckte Tafel. Herr Wiesemann erzählte uns während des Essens noch einige interessante Dinge über die Firma Fliegel. Er tat das mit sehr viel Leidenschaft. Da die Azubis den Mund voll hatten, war es auch sehr ruhig am Tisch. Jeder aus unserer Gruppe bekam noch eine Tüte der Firma Fliegel mit kleinen Präsenten. Wir beendeten die Besichtigung mit einem Gruppenfoto. Für die sehr nette Betreuung und diesen interessanten Tag möchten wir uns an dieser Stelle bei der Firma Fliegel recht herzlich bedanken.

Uns so ging es auf die Heimreise nach Berlin. Azubis sind sehr schlaue Menschen. Sie entdeckten in ihren Tüten sofort die Piccolo-Flasche Sekt und stillten ihren großen Durst. Nun sind wir wieder in Berlin und ich am Ende meines Berichtes.

RK

Tags: Vom Sylter Hofe

Von: BS