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Unser Nighty erzählt … über Berliner U-Bahnhöfe

November 13th, 2016· Keine Kommentare

 

Die Berliner U-Bahnhöfe – klassische Fotomotive und Architektur-Denkmale

In der Berliner „Unterwelt“, genauer gesagt, in der U-Bahn, gibt es viel zu sehen und zu entdecken. Die erste Strecke dieses großartigen Nahverkehrsmittels wurde 1902 in Betrieb genommen – allerdings noch als Hochbahn ausgeführt. 1913 folgte dann der Strecken-ausbau mit dem ersten unterirdischen U-Bahnhof „Potsdamer Platz“, dem dann „Wittenbergplatz“, Zoologischer Garten“ und „Knie“ folgten. Die Strecken wurden von oben beginnend ausgeschachtet, dann der Boden verfestigt, die Wände und die Bogendecke zum Schluss gemauert. Eine sehr aufwändige Arbeit, welche hohes bautechnisches Know-how und fachliches Können erforderte.

Begeben wir uns nun hinunter und besichtigen die U-Bahnstation „Klosterstraße“, welche zur U-Bahnlinie „2“ gehört. Hell gefliest, über breite Treppen gut erreichbar, gehört sie zu meinen Lieblingsstationen. Grafisch sehr gut gestaltete Wandbilder veranschaulichen die Geschichte des öffentlichen Personennahverkehrs in Berlin.

Auf ihnen kann man die Entwicklung vom Pferdewagen mit „Kondukteur“ über einen dampfbetriebenen Lastkraftwagen und einen doppelstöckigen Bus sowie einen ersten elektrisch betriebenen Waggon bis zur schienengebundenen Bahn in all ihren Entwicklungsstadien verfolgen. Einfach toll, diese detailgetreuen Abbildungen mit Karbidlampen, Berlinwappen und winzigen Einzelheiten wie dem Zug- und Bremsgewicht auf den mal weinrot-beigen mal  satt gelben Wagen.

Architektonisch gut gestaltet ist die Station „Franz-Neumann-Platz“ an der U-Bahnlinie „U 9“. Sie empfängt die Fahrgäste mit großflächigen botanischen Motiven; der Bahnsteig schwingt in sanftem Bogen von einem Aufgang zum anderen.

Ganz andere Motive schmücken die Station „Rohrdamm“; ebenfalls an der Linie „U 9“. Hier steht die Technik stark stilisiert im Vordergrund: Große Pleuelstangen, Zahnräder und andere Maschinenteile weisen auf das industrielle Zeitalter hin. Alles wirkt sehr dekorativ und grafisch sehr gut gelöst.

Es gibt nicht nur die U-Bahnstationen mit nur einem zweigeleisigen Bahnsteig, sondern auch regelrechte U-Bahnhöfe. Dort treffen mehrere Linien aufeinander und bieten den Fährgästen sehr gute Umsteigemöglichkeiten. Einer der größten befindet sich am Alexanderplatz – dort machen die Züge der U-Bahnlinien „2“, „5“ und „8“ Station. Ebenso drei U-Bahnlinien: „1“ bzw. „12“; „2“ und „3“ halten am U-Bahnhof „Wittenbergplatz“ und am Nollendorfplatz kreuzen die Linien „1“ bzw. „12“; „2“; „3“ und „4“. Also überall viele Fahrgäste, welche sich auf langen Rolltreppen oder Verbindungstunneln zu den Bahnsteigen begeben. Eine lebendige „Unterwelt“ mit Imbissständen, Backshops, Zeitungskiosken und Blumenläden. Teilweise, sowie im U-Bahnhof „Alexanderplatz“ auch mit richtigen Läden (Schmuck und Uhren, Strümpfe, Souvenirs und vielen mehr).

Tags: Nachtgeschichten · Vom Sylter Hofe

Von: BS