Unser Nighty erzählt … über Brücken in Berlin

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Unser Nighty erzählt … über Brücken in Berlin

November 18th, 2016· Keine Kommentare

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Brücken in Berlin

Berlin hat viele Namen – unter anderem auch „Venedig des Nordens“. Warum? Weil unsere Hauptstadt  über mehr Brücken verfügt als Venedig.  Die Zahl schwankt zwischen 969 und 1650; das hat mit der unterschiedlichen Zählweise zu tun (manche zählen Eisenbahn- und Rohrleitungsbrücken ebenso dazu wie kleine Stege).Egal wie viel, auf jeden Fall erfüllen alle ihren Zweck, nämlich Gräben, Kanäle und Flussläufe sowie Niederungen zu überqueren und Stadtteile zu verbinden, den Menschen Wege zu verkürzen und den gesamten Verkehr (meistens) effektiver zu gestalten. Warum meistens? Weil so mancher LKW- oder auch Reisebusfahrer schon an ihnen hängengeblieben sind!

Grob unterteilt gibt es je nach Material: Stahl-, Eisen-, Holz- und Betonbrücken nach der Nutzung: Fußgänger-, Eisenbahn-, Straßen- und Rohrleitungsbrücken sowie alle in Kombination untereinander.

Alle Brücken haben ihre Geschichte, viele wurden im 2. Weltkrieg zerstört, neue kamen hinzu und besondere Bedeutung bekamen einige mit dem Mauerfall.

Als schönste Brücke empfinde ich die Oberbaumbrücke (1723 errichtet). Sie erinnert sehr an eine Burg mit ihren Türmen, Zinnen und Wappen.

Die Jungfernbrücke im Stadtzentrum ist die älteste erhalten gebliebene Brücke Berlins und wurde um 1701 als hölzerne Zugbrücke erbaut.

Die Schloßbrücke am Ende der Prachtstraße „Unter den Linden“ wurde 1738 gebaut. Besonders hervorzuheben sind die überlebensgroßen Skulpturengruppen, die von acht berühmten Berliner Bildhauern aus den Schulen von Schadow und Rauch ausgeführt wurden.

Weltbekannt ist die Glienicker Brücke, welcheBerlin und Potsdam über die Havel hinweg verbindet. Sie wurde zum Synonym für den Agentenaustausch im Kalten Krieg (40 Personen von 1968 bis 1986) und existiert in ihrer heutigen Form seit 1907 als Stahlträgerbrücke.

Ein sehr schönes Bauwerk stellt die Moltkebrücke in Moabit dar. Sie wurde von 1886 – 1891 als Steinbrücke errichtet und besitzt einen reichen Figuren/Skulpturenschmuck aus Sandstein.

Die Kieler Brücke wurde 1994 als Stahlbogenbrücke an ihrem alten Standort (Nordhafen) wieder aufgebaut, nachdem sie Ende der 60er Jahre im Rahmen von „Grenzsicherungsarbeiten“ durch die DDR-Grenztruppen abgerissen wurde.

Eine schöne Stahlfachwerkbrücke ist die Kleine Eiswerder Brücke in Spandau. Sie wurde 1891 gebaut und überspannt die Havel im Südwesten Berlins.

Die Bösebrücke (auch Bornholmer Brücke) aus dem Jahr 1913 erlangte als Grenzbrücke zwischen den Stadtbezirken Prenzlauer Berg im Ostteil und Wedding im Westteil der Stadt einige Berühmtheit. Dort wurde 1989 der erste Grenzübergang unter dem Druck der Massen geöffnet.

Auf jeden Fall lohnt es sich, einige Brücken genauer anzusehen – es sind so manche Meisterwerke dabei. Dies auch von einem Ausflugsdampfer zu tun, empfehle ich in jedem Fall./HT

Tags: Berlin zentral · Nachtgeschichten

Von: BS