Blog Hotel Sylter Hof *Berlin*

für Gäste und Freunde des Hotel Sylter Hof *Berlin*

Unser Nighty erzählt…über Sakralbauten in unserer Stadt

April 2nd, 2017· Keine Kommentare

Man findet sie in Berlin in einer großen Anzahl: circa 200 katholische Kirchen; etwa 100 evangelische Gotteshäuser; rund 80 Moscheen und Gebetsräume; etwa 12 orthodoxe Kirchen und Gebetshäuser; 7 Synagogen und 8 buddhistische bzw. Hindu-Tempel. Hinzu kommen noch viele Andachts- bzw. Gebetsstätten anderer Religionen und Glaubens-gemeinschaften.

Dabei sind die St. Hedwigs Kathedrale, der Berliner Dom, die Neue Synagoge und die Sehitlik Moschee als repräsentative Gebäude über die Stadtgrenzen bekannt. Sie sind der sichtbare Beweis für die Glaubensfreiheit und die Toleranz unserer Gesellschaft.

Vorreiter und energischer Verfechter dieser Politik und auch Lebensauffassung war der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm – er wollte, dass „jeder nach seiner Fasson glücklich sein darf“ und siedelte ab 1685 die Hugenotten (protestantische Glaubensflüchtlinge aus Frankreich) in Brandenburg/Preußen an. Über 20.000 Menschen folgten seiner Einladung, eine neue Existenz in völliger Religionsfreiheit gründen zu können. Sie besiedelten Brachland, bauten neue Häuser und brachten mit ihren Kenntnisse und Erfahrungen einen ungeahnten Aufschwung ins Agrarland Brandenburg/Preußen. Auch Berlin profitierte in vielerlei Hinsicht  von den Neuankömmlingen; Leonard Euler als Mathematiker (Eulersche Zahl), Francois Charles Achard als Physiker und Chemiker (Entdecker des Rübenzuckers), Carl von Gontard (Architekt) und Theodor Fontane (Schriftsteller) stehen stellvertretend für viele berühmte Hugenotten.

Die St. Hedwigs Kathedrale entstand Mitte des 18. Jahrhunderts als Teil des Forum Fridericianum und ist die Bischofskirche des Bistums Berlin. Der Berliner Dom wurde von 1894 bis 1905 als Mix von Neobarock, Renaissance und Backsteingotik erbaut und nach seiner teilweisen Zerstörung im 2. Weltkrieg in den 1970er Jahren wieder aufgebaut und restauriert. Er bietet 1650 Menschen Platz und wird nicht nur für Gottesdienste, sondern auch für Konzerte und andere Kulturveranstaltungen („Jedermann“) genutzt.

Die Neue Synagoge wurde Ende des 19. Jahrhunderts im orientalisierenden/maurischen Stil erbaut. Sie wurde von einem Teil der Berliner Jüdischen Gemeinde als zu prachtvoll und als „Theater-Bau“ bezeichnet; der andere Teil der Gemeinde empfand den Bau als angemessen und war stolz darauf. Sie wurde am 9. November 1938 von den Nazis zerstört und von 1988 bis 1993 wieder aufgebaut, jedoch nicht wieder als Synagoge geweiht. Ein kleiner Raum dient den Andachten, der Rest des Gebäudes ist als Museum angelegt.

Die Sehitlik-Moschee wurde zwischen 1999 und 2005 auf dem Türkischen Friedhof am Columbiadamm gebaut. Ihre schlanken Minarette sind 37 Meter hoch, die Kuppel überspannt in 21 Metern Höhe die beiden Gebetssäle im Erdgeschoß bzw. im 1. Obergeschoß.

Über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind viele Kirchtürme in vielen Baustilen weithin sichtbar. Sie und alle vorgenannten Bauwerke sind sichtbare Beweise eines vielfältigen religiösen Lebens in unserer Stadt und stehen allen Menschen offen. /HT

Tags: Berlin zentral · Kultur in Berlin

Von: BS