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Unser Nighty erzählt … über Lampen, Leuchten und Laternen

Mai 29th, 2017· Keine Kommentare

Fernsehturm im Nebel

Im Dunkeln ist zwar gut munkeln – jedoch ist die Beleuchtung im urbanen Leben und seinem Umfeld nicht mehr wegzudenken. Licht schafft Räume, Behaglichkeit und auch Sicherheit.

Die Straßenbeleuchtung ist ein wichtiger Bestandteil im öffentlichen Leben und das schon seit über dreihundert Jahren in Berlin: 1648 ordnete Friedrich der Große an, dass an jedem dritten Haus in Berlin während der Dunkelheit eine Öllampe brennen sollte. Das waren mehr oder weniger “Funzeln” mit spärlicher Licht-Ausbeute. 1682 wurden die ersten festen Straßenlaternen aufgestellt, welche von Laternenwächtern betreut wurden. Zweihundert Jahre später gab es dann die Gaslaternen, sie lieferten mehr Helligkeit und waren auch sparsamer im Verbrauch als die Öllampen. Heute gibt es noch 36.000 dieser Leuchtkörper in Berlin, davon 3300 mit dem sogenannten Glühstrumpf. Am Großen Tiergarten (Joseph-Haydn-Straße) kann man eine Sammlung historischer Gaslaternen in Form eines Freiluftmuseums bewundern. Die Elektrizität hielt 1882 mit der Bogenlampe Einzug bei der Straßenbeleuchtung. In der Folgezeit wurden die unterschiedlichsten Beleuchtungskörper entwickelt: Standlaternen, Hängelampen (welche praktischerweise an ihrer Stromzuführung quer über den Straßen befestigt wurden), Wandlaternen mit kunstvollen Befestigungen und auch Leuchten, welche gleichzeitig als Leuchtschriften oder Firmenlogos ausgeführt wurden.

Diese Leuchtreklamen dokumentierten den technischen Fortschritt, denn sie gaben ihr Licht in unterschiedlichen Farben und Takten ab.

Im Wandel der Zeit gab es Straßenlaternen mit Glühlampen, Natrium- oder Quecksilberdampflampen und nun als neueste Entwicklung mit hochmodernen LED. Diese haben den Vorteil, dass sie nur einen Bruchteil an elektrischer Energie benötigen und das Licht gebündelt werden kann.  Auch die Gaslaternen in unseren Straßen sollen nach dem neuesten Beleuchtungskonzept des Senats nach und nach durch die elektrische Straßenbeleuchtung ersetzt werden, um das umweltschädliche CO² zu reduzieren.

Die verschiedenen Lampenarten und Ausführungen (Gusseisen, Stahlrohr und Betonständer) aus verschiedenen Baujahren kann man überall im Stadtbild finden: Historische bzw. historischen Vorbildern nachempfundene Laternen besonders am Gendarmenmarkt, rund um das Schloss Charlottenburg und auch in Spandau. Auf wuchtigen  Betonmasten findet man sie in der Karl-Marx-Allee und in der Straße des 17. Juni; moderne Peitschenlampen sieht man in der Grolmannstraße. Also Augen auf am Tage und in der Dunkelheit – es gibt viel zu entdecken in unserer Stadt. /HT

Tags: Berlin zentral · Kultur in Berlin · Nachtgeschichten

Von: BS